lernthaltgern

Notizen einer linken Lehrkraft 🚩


Fragen

zuletzt bearbeitet am Donnerstag, 6. August 2026


Schule im Kapitalismus

zuletzt bearbeitet am Mittwoch, 16. September 2026

Schule existiert nicht im luftleeren Raum sondern ist Teil einer kapitalistisch organisierten Gesellschaft. Daraus ergeben sich Konsequenzen für die Beziehungen zwischen den Menschen, die an Schule beteiligt sind.

Die Schule ist im Kapitalismus zunächst ein Ort, an dem auf vielerlei Weise Zwang ausgebübt wird. Das zeigt sich konkret bereits darin, dass Kinder und Jugendliche nicht frei entscheiden können, ob sie am Morgen aufstehen und sich auf den Weg in die Schule machen. Es setzt sich darin fort, dass sie in der Regel nicht wählen können, mit welchen Inhalten sie sich im Laufe eines Schultages befassen. Auch den Rhythmus, in dem gelernt wird, können die Betroffenen in der Regel nicht selbst bestimmen. Letztendlich, und das wird konkreter je weiter die Jugendlichen in ihrer Schullaufbahn voranschreiten, stehen sie unter dem Zwang, Abschlüsse zu erwerben, die ihnen ermöglichen, in ein Lohnarbeitsverhältnis einzutreten und auf diese Art und Weise ihr Leben zu sichern.

Doch auch Lehrkräfte unterliegen Zwängen. Sie können ebenfalls nicht frei die Inhalte des Unterrichts bestimmen. Sie unterliegen dem Zwang, Noten zu generieren und Zeugnisse zu erstellen. Ihnen obliegt die Aufgabe, einen möglichst störungsarmen Schulalltag zu gewährleisten.

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